Eine Familie # We are Family (UA)

Von Peter Staatsmann

Premiere am 06. März 2020

Wir haben uns im Virtuellen eingerichtet, alles ist zugänglich, Personen über das Handy, Orte über GPS, das gesamte Wissen über das Netz. Wir tragen in unserem Laptop ein Gedächnis, das tausendmal leistungsfähiger ist als das unsere. Die Nutzung des Internets aktiviert andere Neuronen und Hirnregionen, die Informationsverarbeitung ist eine völlig andere. Das Leben unserer Kinder wird grundlegend anders verlaufen als das der Generationen vor ihnen. Ist es das Ende des Expertenzeitalters? Ist es auch das Ende der Ära der Entscheider? Wir erleben eine jener seltenen historischen Transformationen, deren Ausmaß wir noch nicht  überschauen können. Alte Zugehörigkeiten siechen dahin: Pfarrgemeinden, Gewerkschaften, Familienverbände werden unwichtig. Die Provinz ist zwar nicht digital abgehängt, aber kulturell spaltet der Konflikt zwischen Weltbürgern und Provinzlern die Generationen stärker denn je und das Ressentiment des Provinziellen ist politisch verwertbar. Es geht darum, die Zukunft zum Vorschein zu bringen, die in den neuartigen Technologien liegt. Das ZT soll ein Labor für Zukunftsfragen und Treffpunkt werden: Politik im Cyber-Space, eine schwarze Komödie über das Abheben in die Irrealität, das den Generationenbruch zwischen den Digital Immigrants und den Digital Natives auslotet.

Regie: Peter Staatsmann

Mit: Nora Kühnlein, Christa Müller, Valentina Sadiku, Petra Weimer, Britta Werksnis

Musik: Dorin Grama

Dramaturgie & Kostüme: Bettina Schültke