
Frei nach dem Roman „Die Herren“ von Angelika Schrobsdorff
Regie & Fassung: Peter Staatsmann
Dramaturgie & Kostüme: Bettina Schültke
Es spielen: Martin Olbertz und Valentina Sadiku
Livemusik: Dorin Grama
20.00 Uhr im Zimmertheater

Frei nach dem Roman „Die Herren“ von Angelika Schrobsdorff
Regie & Fassung: Peter Staatsmann
Dramaturgie & Kostüme: Bettina Schültke
Es spielen: Martin Olbertz und Valentina Sadiku
Livemusik: Dorin Grama
20.00 Uhr im Zimmertheater


Frei nach dem Roman „Die Herren“ von Angelika Schrobsdorff
Regie & Fassung: Peter Staatsmann
Dramaturgie & Kostüme: Bettina Schültke
Es spielen: Martin Olbertz und Valentina Sadiku
Livemusik: Dorin Grama
20.00 Uhr im Zimmertheater

von und mit Bernhard Trenkle
20.00 Uhr im Zimmertheater
Manchmal erleben wir im Beruf und in der Familie allerlei Theater. Manchmal sind wir Zuschauer und manchmal spielen wir – gewollt oder ungewollt – im Stück selbst mit. Der Pionier moderner Hypnosetherapie Milton Erickson ist auch der Pionier sogenannter lösungs- und ressourcenorientierter Therapie. Er war der Meinung, alles, was ein guter Patient kann, um ein guter Patient zu sein, sollte auch ein guter Therapeut oder Berater können, um ein guter Therapeut zu sein. Das heißt, wenn ein Patient oder Klient gut im Theaterspielen ist, sollte das sein Therapeut auch sein. Erickson hat oft verblüffend theatralisch gearbeitet, was Aussagen untermauern wie: „Sigmund Freud war der Einstein der Theorie und Erickson der Einstein der Praxis“. Er wollte Probleme lösen und nicht nur darüber reden.
Ein Beispiel: Ein Patient in der Psychiatrie hält sich für Jesus und hüllt sich in weiße Betttücher. Alle auf der Station sind genervt. Erickson als Arzt spricht den Mann an: „Ich habe gehört, Sie haben eine gewisse Erfahrung als Zimmermann. Gut, wenn man Sohn von Joseph sein will, sollte man schon etwas Erfahrung als Zimmermann haben.“ Der Patient bejaht und Erickson sagt: „Wir brauchen gerade ein neues Regal im Büro.“ Der Patient muss dann dieses Regal bauen. Er darf Jesus sein, aber er macht was Praktisches und Konstruktives. Das war der Einstieg, ihn wieder mehr und mehr ins normale Leben außerhalb seines Jesus-Wahns zurückzuführen. Der Patient spielt seine Rolle, aber der Therapeut erweitert das Drehbuch.
Bernhard Trenkle hat vor über 10 Jahren im Rottweiler Kino mit einem Professor der Wiener Filmhochschule über die Gemeinsamkeiten von guter Dramaturgie im Kino und in Therapie und Beratung referiert. Diese Tradition führt er jetzt im Zimmertheater fort. Alle Besucher bekommen zu Beginn des Abends einen geheimnisvollen Umschlag, den man erst im Verlauf der Aufführung öffnen darf. Wie wir hören, wird sich u. a. ein Zahnstocher in diesem Umschlag befinden. Zu erwarten ist ein unterhaltsamer Abend mit vielen Geschichten und Beispielen von großer Theatralik in Therapie und Beratung von den alten Persern, von Rhases und dem „Medicus“ Avicenna bis heute. Beim Autor des in mehrere Sprachen übersetzten Bestellers „HaHa-Handbuch der Psychotherapie“ kann man davon ausgehen, dass es viel zu lachen geben wird.
